Faschisten in der Ukraine? Nein, habe nichts davon gehört.

Ich hatte Freunde und Kollegen, die in dem Teil der Ukraine leben, der nun unter Machteinfluss Kiews steht. Ich weiß gar nicht, wie man heute diesen Teil des Landes bezeichnen soll. Wir telefonieren manchmal. Inzwischen verstehen wir einander nicht mehr, als würden wir in unterschiedlichen Sprachen sprechen. Sie sagen mir: „Russische Truppen sind bei euch und terrorisieren euch.“ Und ich sagen ihnen: „Faschismus ist bei euch in die Regierung gekommen.“

Denn ich weiß ja, dass es hier im Donbass keine russischen Truppen gibt, und sie terrorisieren auch keinen, einfach aus dem Grund, dass sie nicht da sind. Woher ich es weiß? Ich lebe ja hier.

Und hier im Donbass gibt es kaum Menschen, die Zweifel daran haben, wer wen terrorisiert, wer ein Terrorist ist, und wer die Menschen davor schützt.

Es ist alles ganz einfach: Wer Häuser und Zivilbevölkerung beschießt, Rentner, Frauen, Kinder aus ihren Häusern vertreibt und tötet – der ist der wahre Terrorist. Und wer das macht? Wir sehen ja, woher geschossen wird. Die sogenannte ukrainische Armee tut es. Sie ist der Terrorist.

Natürlich gibt es auch im Donbass eine sehr kleine Menge Menschen, die daran glauben, dass der Widerstand die eigenen Häuser beschießt. Das sind kranke Menschen. Denn wie läuft es hier? Jeder Mensch versetzt sich in die Lage der anderen Menschen, wenn er ihre Taten beurteilt und kann es sich nur schwer vorstellen, dass ein anderer das tut, was für einen selbst kaum möglich ist.

Mehr als die Hälfte der Truppen der Donezker Volksrepublik besteht aus Einheimischen. Würden diese Menschen die eigenen Häuser beschießen? Die eigenen Eltern, Frauen und Kinder? Alle, die es für möglich halten, sind einfach nur krank, schwer krank.

Kurz zusammengefasst, es gibt keine russischen Truppen im Donbass, und es ist die ukrainische Armee, die schießt. Dies weiß ich genau. Also irrt sich mein früherer Kollege, der in dem Teil des Landes lebt, der unter Kiews Machteinfluss steht.

Doch irre ich mich möglicherweise genauso, wenn ich denke, dass Faschismus in Kiew aufblüht?

Auf dem Titelbild sieht man junge Menschen mit zwei Fahnen, der faschistischen und der gelb-blauen ukrainischen. Irgendwie passen diese zwei Fahnen gut zusammen. Ein Foto ist einfach ein Foto, doch das Wichtigste ist nicht diese Selbstdarstellung irgendwelcher Wahnsinnigen und auch nicht die, die momentan in Kiew an der Macht sind, obwohl auch das wichtig ist. Der Hauptpunkt ist der Geisteszustand der Bevölkerung der früheren Ukraine, der sogenannten „kleinen Ukrainer“, wie Wiktor Juschtschenko die ukrainische Bevölkerung bezeichnete.

Wenn der Geisteszustand dieser tatsächlich dem des Herren im untenstehenden Video entspricht, und vieles spricht leider dafür, so ist das Land im hohen Maß faschistisch.

Viele diskutieren darüber, wodurch sich Faschismus und Nationalismus unterscheiden, und was nun schlechter oder besser wäre. Aus meiner Sicht gibt es da natürlich Unterschiede, so wie bei zwei Kleidern, die unterschiedliche Anzahl Rüschen aufweisen. Aber Rüschen sind Rüschen, und beides sind Kleider.

Genauso verhält es sich auch mit Nazismus und Faschismus, egal wodurch sie sich unterscheiden, als Grundlage beider Ideologien dient Verachtung gegenüber Menschen anderer Sorte, aus der Sicht der Träger dieser Ideologien der niederen Sorte. Es ist nicht so wichtig, nach welchen Kriterien man Menschen unterteilt, wichtig ist, dass die Unterschiede der Menschen unüberwindbar sind. In diesem Fall erachtet man die Menschen, die der anderen Sorte angehören, als minderwertig, man sieht sie gar nicht als Menschen. Nur als Vieh in menschlicher Erscheinung.

Was machte die deutschen Faschisten im Zweiten Weltkrieg aus? Nicht mal die Brutalität, denn davon gab es in der Geschichte der Menschen auch davor mehr als genug, sondern die Tatsache, dass zum ersten Mal in der Geschichte man Menschen industriell vernichtete. Die Morde an Slawen, Juden und anderen wurden in den Konzentrationslagern wie am Fließband ausgeführt. Man tötete Menschen wie Hühner, ruhig und methodisch. Slawen und Juden waren keine Menschen aus der Sicht der deutschen Faschisten.

Schauen Sie also genau hin, mit welcher Verachtung dieser Ukrainer mit „reinem arischen Aussehen“ über die Bevölkerung im Donbass spricht. Möglicherweise trägt er keine faschistische Flagge und beteiligt sich nicht an den Vernichtungsaktionen, doch in seiner Seele hat sich bereits die faschistische Seuche verbreitet. Und leider ist er kein Einzelfall.

Also, um auf die Gespräche mit meinen früheren Freunden zurückzukommen, die in dem Teil des Landes leben, der unter der Macht des Kiewer Regimes steht, kann ich mit gutem Gewissen sagen:

Es gibt keine russischen Terroristen im Donbass, aber es gibt Faschisten in Kiew und nicht wenige.“

So ist es.

Übersetzt von: Tatiana Parmaksiz

Russischer Originalartikel: chekist_sv

2 Kommentare zu Faschisten in der Ukraine? Nein, habe nichts davon gehört.

  1. Heidi Preiss // 30. April 2015 um 18:00 // Antworten

    Ja, nur leider ist es derzeit so, dass in Deutschland diese Faschisten hofiert werden. Hier gibt es keinen Respekt vor der Wahrheit mehr. Statt schwarz-rot-gold sollte drei Affen unsere „Flagge“ kennzeichnen – nichts hören – nichts sehen – nichts sagen. Traurig.

  2. Paul Fischer // 17. Juli 2015 um 14:13 // Antworten

    In der Ukraine gibt es erst wieder ruhe wenn die 3 Verbrecher Poroschenko -Janzenuk – Klischko verschwunden sind !!

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