Russland: Vorreiter eines humanen Bildungssystems

Schetinin-Schule und die stille Revolution

Jedes Kind ist von Natur aus wissbegierig, experimentierfreudig und aufgeweckt. Doch dann kommt die Schulzeit, wo staatliche instruierte Pädagogen Kinder dazu zwingen, monotone Fakten, welche einzig der Hochfinanzindustrie dienlich, auswendig zu lernen. Lehrpläne am Wirtschaftsdiktat ausgerichtet, zerstören selbstständige Denkstrukturen. Infolgedessen entstehen Konzentrationsschwächen, Lernmüdigkeit sowie mitunter gar Depressionen. Die russische Schetinin-Schule stellt sich dem Irrsinn entgegen, Richtung Revolution.

Was für etliche Bundesbürger unglaublich klingen mag, weil sie Opfer eines manipulierten Bildungssystems, wird an der Schetinin-Schule bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt: Dort sind Kinder nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer. Klassische Lehrpläne, sogenannte Pflichtfächer, gehören keinesfalls zum Konzept, lediglich Wissen, welches zur Lösung einer Frage erforderlich. Kinder forschen, lernen miteinander, statt gegeneinander.

Michail Petrowitsch Schetinin erklärt das Schetinin-Schulsystem folgendermaßen:

„Hier geschieht hauptsächlich die Annäherung. Wenn uns das Treffen gelingt, dann können sie gemeinsam das Ziel erreichen, dass in 10 Tagen der Mathematikstoff der ganzen Mittelschule erfasst wird. Also auf 11 Jahre geteilte Mathematik, in 10 Tagen. Die ist die Aufgabenstellung. Das geschieht momentan mit solchen Schülern, denen es gelingt, sich mit anderen Schülern zu treffen, welche dieses Wissen schon haben. Das liegt am offenen, freien Miteinander. Wenn die polaren Strukturen (Kräfte) sich berühren, dann wird Wissen weitergegeben. Das ist bekannt. Beobachtungen an Liebespaaren zeigen, wie sie sich fast ohne Worte verständigen können. Kaum sagt einer etwas, schon hat es der andere bereits aufgenommen.“

Kinder unterrichten Kinder, wodurch ausgeglichene Wissensforschungen gedeihen. Praktische, lebensnahe Aufgabenstellungen prägen individuelle Fähigkeiten, demzufolge Heranwachsende Alltagssituationen wesentlich nachhaltiger meistern können, entgegen diverser Schüler klassischer Bildungssysteme. Jugendliche erlernen dynamische, unabhängige Koordination unter Berücksichtigung traditioneller, natürlicher Werte.

Laut Michail Petrowitsch Schetinin dürfen Lehrer niemals davon ausgehen, daß ihre Schüler nichts wissen, viel eher müssen sie Schülern auf Augenhöhe begegnen. Spirituelle Reifung persönlicher, empathischer, kooperativer Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt der Schetinin-Schule, fernab seitens US-Europas suggerierter Konkurrenzmechanismen. Wer zahlreiche Kreisläufe westlicher Industrienationen genauer beobachtet, erkennt indes schnell, weshalb Konkurrenz reale Wirtschaftskreisläufe zerstört, Hochfinanzsysteme hingegen hofiert.

Generell ist das russische Bildungssystem weitaus humaner ausgerichtet als westliche pädagogische Einrichtungen. Insbesondere auffällig bei Russlanddeutschen, sie lernen leichter, schneller, eigenverantwortlicher, helfen untereinander, was auf ihre deutschen Mitschüler eher befremdlich wirkt. Allein deswegen fürchten Westmächte Russland enorm, denn verworrene Bürger ohne individuelles Fähigkeitsbewusstsein können Verantwortliche zwar leicht steuern, aber jene stehen Menschen hilflos gegenüber, die tatsächlich eigenverantwortliches Denken erlernt haben.

Russland erhält kindliche Aufrichtigkeit, bringt ihnen großes Vertrauen entgegen. Dazu gehört zweifelsohne ebenso politische Aufgabenlösung, wonach Schüler der Schetinin-Schule im Sinne einer loyalen Volksgemeinschaft aufwachsen, just vermittelt bekommen: Das Land gehört dem Volk.

Westliche Nationen wählen fortlaufend neue Parteien, hegen Hoffnung angesichts verschiedener Visionen, doch letztendlich folgt Enttäuschung. Warum? Nun, ganz einfach, alle Westbürger erliegen industrieller Bildungsnormen, man raubt jungen Kindern Wissensdurst, Kreativität und Energie. Das Ergebnis? Gelangweilte, abhängige Roboter, die meinen, ihr funktionelles Industriewissen wäre werthaltig. Ego-Profilierungen, Statuswahn soweit das Auge reicht.

Erst wenn vollends neue Bildungssysteme umgesetzt werden, kann ein nachhaltiger, ganzheitlicher Wandel des Kollektivs erfolgen. Michail Petrowitsch Schetinin sein System findet inzwischen weltweit Beachtung. Einzig wer zukünftig Bildungsreformen dahingehend anstrebt, bewirkt aktive Veränderungen.

Hier noch einige Videos zum Thema:



2 Kommentare zu Russland: Vorreiter eines humanen Bildungssystems

  1. Russland ist eine andere Dimension, Freundschaft wäre zu suchen statt Feindschaft. Amis sind verwandter aber berechnender und weit weg, beide, aber auch der Islam verhält sich imperialistisch .

  2. Steht die Schetinin-Schule denn exemplarisch für russische Schulen? Ich dachte, die Schetinin-Schule ist in Russland ebenso Ausnahme wie hierzulande Sudbury-Schulen.

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