Wladimir Putin und der Merkel-Besuch am 10. Mai 2015

Diplomatische Fähigkeiten auf höchstem Niveau

kremlin.ru

Am 10. Mai 2015, zwei Tage nach dem 70. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Moskau reisen, um dort gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Grabmal des Unbekannten Soldaten die Kranzniederlegung zu vollziehen. Darüberhinaus sei laut Regierungssprecher Steffen Seibert ein Gespräch zwischen Merkel und Putin geplant. Mögliche Themen nannte Seibert jedoch nicht. Politisches Kalkül oder wahre Freundschaftsabsichten? Was steckt hinter Merkels Gesprächsbereitschaft?

Fakt ist, trotz diverser haltloser Schikanen gegen Russland, woran sich ebenso Merkel beteiligte, öffnet Wladimir Putin erneut seine Türen, gewährt Deutschlands Kanzlerin, Angela Merkel, Einlass, was hinsichtlich schmutziger Intrigen US-Europas nicht selbstverständlich. Damit beweist Putin einmal mehr wahre, diplomatische Stärke, nutzt jede Chance, welche vorhanden, um das globalpolitische Gleichgewicht wiederherzustellen.

Dennoch sollte Angela Merkel mitnichten dem Irrglauben erliegen, sie könne Wladimir Putin politisch verwirren, gar hintergehen. Wenn Merkel tatsächlich gute Absichten hegt, dann kann sie das nur verdeutlichen, indem Deutschland den NATO-Austritt anvisiert, Putins Hilfskonvois Richtung Ostukraine unterstützt, keinerlei „Freundschaftsdienste“ für die USA erfolgen.

Wladimir Putins Geduld ist einmalig: Kontinuierlich startet er neue Versuche zum Wohle weltweiten Friedens. Sämtliche Bürger wären längst ungeduldig, doch Putin bleibt gelassen, überblickt Situationen strategisch. Agiert Angela Merkel wirklich aufrichtig, käme dies einem Wunder gleich. Wohl nur Wunschtraumdenken, aber trotzdem sind Verhandlungsgespräche mitunter weitaus sinnvoller als haltlose Angriffskriege. Zumindest während Angela Merkels Moskauaufenthalt kann sie keinen Schaden anrichten, oder denkt Deutschlands Kanzlerin, sie könne Doppelagentin spielen? Selbstüberschätzung gab es in der Vergangenheit ja häufiger.

Russland steht stabil, hat nichts zu befürchten, ganz gleich wie jener Besuch endet. Hoffentlich nutzt Merkel ihre Chance für Deutschland und versucht eine freundschaftliche, deutsch-russische Kooperation aufzubauen: das Fundament eines altneuen souveränen Europas. Wladimir Putin reagiert jedenfalls erneut vorbildlich, scheut niemals weltpolitische Pflichten.

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